Fachabteilung Kies und Sand
Hessen-Rheinland-Pfalz
Friedrich-Ebert-Straße 11-13
67433 Neustadt/Weinstraße
Telefon: 06321 852-0
Industrieverband Steine und Erden e. V.

Ohne Kies kein Bau

Wir alle leben in Häusern, benutzen Straßen, arbeiten in Büro- Gewerbe- oder Industriegebäuden und besuchen öffentliche Einrichtungen. Und in jedem Gebäude und jeder Straße steckt Kies und Sand in mehr oder weniger großen Mengen. Selbst Holzhäuser kommen nicht ohne aus, da auch sie einen Keller oder eine Fundamentplatte aus Beton, Drainagen aus Kies, Fensterscheiben aus Glas usw. benötigen, die nicht aus Holz hergestellt werden können. Wir alle benötigen somit Kies und Sand. Sie sind unverzichtbar. Der Kiesabbau ist die Grundvoraussetzung für die zuverlässige Versorgung der Bauindustrie. Dies näher ins Bewusstsein zu rücken ist das Ziel dieser Kampagne pro Rohstoff Kies.

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Dies soll auch das Logo darlegen. Es symbolisiert den Hoch- und Tiefbau (Gebäude, Brücken, Straßen, Wege usw.).
Kies und Sand sind die mit Abstand bedeutendsten Rohstoffe für die Bauindustrie, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige unseres Landes. Im Jahr 2009 benötigte allein die deutsche Bauindustrie 245 Mio. t Baukies und Bausand (Quelle: Rohstoffwirtschaftliche Länderstudie der BGR), die in Deutschland abgebaut wurden. Mit qualitätsgesicherten Produkten leistet die Kies- und Sandindustrie einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige Versorgung unserer Gesellschaft mit unverzichtbaren Baustoffen und trägt unmittelbar einen maßgeblichen Anteil zur Sicherung der Grundbedürfnisse der Bevölkerung bei.

Nicht nur für den Häuslebauer schafft der Bau reale Werte. Auch eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur ist zwingende Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Durch ihre binnenwirtschaftliche Ausrichtung erzeugen Bauinvestitionen unmittelbar Impulse auch in anderen Wirtschaftsbereichen und sind so ein Schlüssel für nachhaltiges Wachstum. Insgesamt entfallen 11 Prozent der Wirtschaftsleistung (rund 260 Mrd. Euro) und 12 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (rund 3,3 Mio. Personen) in Deutschland auf die Wertschöpfungskette Bau.

Aktuell besteht erheblicher Modernisierungs- und Sanierungsbedarf bei den Verkehrswegen und in fast allen Bereichen der Infrastruktur. Dies gilt für eine sichere, wettbewerbsfähige und klimaschonende Energieversorgung ebenso wie für das Bildungswesen oder die Abwasserentsorgung.

Nach einer vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) erarbeiteten Studie wird allein der Investitionsbedarf der Städte, Kreise und Gemeinden bis 2020 (Basis: 2006) auf gut 700 Mrd. Euro geschätzt. Um diese gewaltige Herausforderung stemmen zu können, sind die Kommunen nicht nur auf eine entsprechende Finanzausstattung sondern auch auf die Verfügbarkeit der dafür erforderlichen Rohstoffe Kies und Sand angewiesen.

Auf der internationalen Agenda ist die Rohstoffversorgung für Industrie und Volkswirtschaft wieder stärker in den Fokus gerückt. Ein wichtiges Beispiel ist die Rohstoffinitiative der Europäischen Union, die sich neben den internationalen Herausforderungen der Rohstoffversorgung und der Steigerung der Ressourceneffizienz auf die Sicherung des Zugangs zu heimischen Rohstoffen bezieht.

In Rheinland-Pfalz bahnt sich mit den Überlegungen der SPD-Grüne-Koalition zur Einführung eines Kieseuros das Gegenteil an. Rohstoffe und Bauen sollen durch den Kieseuro künstlich verteuert werden. Wir appellieren an die Landesregierung, mit ihren Überlegungen zur Einführung eines Kieseuros nicht die Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit unnötig in Frage zu stellen, ohne auch nur im Ansatz Alternativen anbieten zu können oder zu wollen. Nicht der Aufbau sondern die Beseitigung von Wachstumshemmnissen sollte im Mittelpunkt politischer Rahmenbedingungen stehen, um den Rohstoffabbau und damit auch den Bau als Impulsgeber für Wachstum und Beschäftigung zu stärken.

Download des Flyers "Bauwirtschaft und Baustoffindustrie: Volkswirtschaftliche Bedeutung und politischer Handlungsbedarf":

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