Fachabteilung Kies und Sand
Hessen-Rheinland-Pfalz
Friedrich-Ebert-Straße 11-13
67433 Neustadt/Weinstraße
Telefon: 06321 852-0
Industrieverband Steine und Erden e. V.

Biodiversität in Kiesgruben und Baggerseen

Kiesabbau findet unmittelbar in der Landschaft und in der Natur statt. Die biologische Vielfalt in und um Kiesgruben und Baggerseen hat daher für die Unternehmen und Mitarbeiter der Kies- und Sandindustrie eine im Vergleich zu vielen anderen Branchen höhere Bedeutung. Dieser Bedeutung ist sich die Kies- und Sandindustrie bewusst.

Häufig ist schon während des laufenden Abbaubetriebs zu beobachten, dass sich in Kiesgruben und Baggerseen eine beeindruckende Vielfalt an Tieren und Pflanzen, denen die veränderten Lebensbedingungen neue Lebensräume bieten, entwickelt. So können Kiesgruben und Baggerseen erheblich zur Artenentwicklung beitragen, weil sie mit ihren spezifischen Umweltbedingungen wertvolle Rückzugsgebiete und Sekundärbiotope für seltene oder gefährdete Arten bieten. Viele Abbaustätten sind heute ein Beweis dafür, dass die Biodiversität in Abbaustätten häufig größer als vor der Rohstoffgewinnung ist.

Mit diesem Wissen um die Bedeutung der Abbaustätten für die Natur haben im Jahr 2004 der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden e. V. (BBS) und der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) und die Industriegewerkschaften Bauen-Agrar-Umwelt sowie Bergbau, Chemie, Energie eine gemeinsame Erklärung zur nachhaltigen Rohstoffnutzung verabschiedet.

Mit dem „Guidance Document“ zur Rohstoffgewinnung in Natura 2000-Gebieten, das die EU-Kommission im Juli 2010 veröffentlicht hat, werden die Leistungen der Steine- und-Erden-Industrie zur Biodiversität ausdrücklich anerkannt und bestätigt, dass Rohstoffgewinnung unter bestimmten Voraussetzungen auch in Natura 2000-Gebieten möglich ist.

 

Download der Poster zum Thema Biodiversität:

Poster Biodiversität   Poster Biodiversität

Download des Flyers "Heimische Rohstoffindustrie schützt gefährdete Tiere und Pflanzen":

Naturschutzflyer bbs